Horst Grabosch - Geschwätz

Zeitplanung – Wenn der Plan unter die Räder kommt

von | Geschwätz

Sie werden es kennen. In einer guten Stimmung – Urlaub oder Sylvester – machen Sie Pläne. Es ist sonnenklar, was Sie verändern müssen, und in diesem Moment sehen Sie auch keine großen Probleme.

Sie werden es kennen. In einer guten Stimmung – Urlaub oder Sylvester – machen Sie Pläne. Es ist sonnenklar, was Sie verändern müssen, und in diesem Moment sehen Sie auch keine großen Probleme.

Sie werden ab sofort keinen Geburtstag mehr vergessen, Ihr Hobby pflegen, ungesunde Gewohnheiten aufgeben und vor allem dem Stress entfliehen. Das gelingt sogar zeitweise. Fatalerweise kommt Stress oft schleichend, ohne anzuklopfen.

Vorgestern dachte ich noch, dass ich mittlerweile immun gegen Stress bin, heute schaut er mir grinsend beim Schreiben über die Schulter. Ja, ich bin im Stress – Überlastung! Doch bevor ich zu den genauso beliebten wie törichten Gegenmitteln – Zigaretten, Alkohol, Tabletten, Kaffee – greife, schreibe ich doch lieber ein paar Zeilen in diesen Blog (es gibt Menschen, die behaupten, es hieße ‚das Blog‘, aber damit mache ich mir nicht auch noch Stress).

Dieser Beitrag besteht nur aus der Nachricht, dass ich momentan keine Zeit habe, etwas zu schreiben :-). Aber vielleicht ist das schon ein Mittel zum Stressabbau. Ja, ist es! Ich trage nämlich schwerer an den ‚Aufgaben‘, die ich im Kopf habe, als an den Dingen, die ich gerade aufgrund von gesetzten Prioritäten erledige.

Wenn meine Frau morgens aufzählt, was alles noch zu erledigen ist, halte ich mir die Ohren zu und bitte sie, mir die Dinge eine halbe Stunde vorher zu sagen. Dann kann ich immer noch abwägen, ob das gerade möglich ist, oder nicht. Und wenn es nicht möglich ist, dann hätte mir das Wissen um die Aufgabe auch nichts genützt. Es hätte mir nur Stress bereitet.

Deshalb sage ich auch nie am Telefon, dass man sich wieder mal treffen sollte. Es geschieht, oder es geschieht nicht. Das entlastet ungemein. Wissen Sie, was ein gelungener Tag für mich ist? Ich stehe morgens auf, pflege meinen Körper und tue etwas für die Fitness. Sonst habe ich mir am Abend vorher NICHTS weiter vorgenommen und deshalb gut geschlafen.

Dann gehe ich zur Arbeit und am Abend habe ich sehr viel mehr als NICHTS geschafft. Ich bin eindeutig auf der HABEN-Seite. Leichter gesagt, als getan – ich weiß. Trotzdem schaffe ich es immer öfter – es geht also

Heute hatte ich nicht vor, einen Blogbeitrag zu schreiben, habe es aber gerade trotzdem getan – 1:0 für mich. Ich bin auf der HABEN-Seite.

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