preloder
Close

Partyschreck oder Feierbiest?

In persönlichen Krisensituationen ist die Lust auf Feiern oft stark eingeschränkt. Oder aber eine jetzt-erst-recht-Haltung überfällt den geplagten Geist. In der Phase der Neufindung stellt sich für die gesundende Seele oft die Frage, ob man wohl jetzt zum Partyschreck mutiert, weil der ungehemmten Sauflaune eine willentliche oder verordnete Alkoholbremse gegenübersteht.

Es steht für mich eindeutig fest, dass Burnout und/oder Depression mit Alkohol unvereinbar ist – kein Zweifel! Doch muss man auf Parties unbedingt saufen? Es gibt sicherlich Zeitgenossen, die in nüchternem Zustand jede Form von Party in vollen Zügen genießen können. Wenn Sie dazu gehören, gratuliere ich von ganzem Herzen. Sie dürfen sich jetzt anderen Dingen zuwenden.

Der geübte Trinker dürfte jedoch einen eklatanten Unterschied zwischen Nüchternparties und Saufparties mit dem sehr beliebten Steigerungssaufen erkennen. Die Gefahr, dass Sie hier nüchtern schnell zum Partyschreck mutieren, ist entsprechend groß, zumal sich auch Frust einstellt, wenn man die vermeintlich steigende Laune der Saufgäste unbeteiligt beobachten darf.

Natürlich sind Sie am nächsten Tag der ungekrönte König der Fitness, doch reicht dieser Triumph dauerhaft? Außerdem stellt sich nach einigen solchen Erlebnissen unweigerlich die Sinnfrage, ob sich die Zeit für weitere gesellschaftliche Ereignisse dieser Art überhaupt noch lohnt. Je nach Feiergesellschaft dürfte die Antwort verschieden ausfallen. Eine grundsätzliche Sinnfrage daraus zu stricken, oder gar missionarische Tendenzen zu entwickeln, kann ich keinesfalls empfehlen. Es geht um Ihr Leben und nicht um das ihrer Freunde.

Ich habe mit der Zeit eine klare Haltung dazu entwickelt. Ich meide Parties nicht grundsätzlich, versuche jedoch im Vorfeld vorauszusehen, was mich erwartet. Ein geselliger Kegelabend funktioniert auch ohne Alkohol. Ein gesellschaftlicher Event mit guter Band und interessanten Menschen steht nicht im Verdacht im tumben Suff zu enden, geht also auch. Festzelt mit lokaler Blaskapelle ist ebenso fragwürdig,  wie Hochzeit des Freundes mit DJ. Verallgemeinern möchte ich diese Haltung  jedoch nicht.

Um sich weitgehend offen zu halten, gibt es noch die Technik des vorzeitigen Aufbruchs – eine der schwersten Übungen mit hohem Disziplin-Faktor. Trotzdem sicherlich eine großartige Prüfung, da Disziplin zum alltäglichen Besteck des Burnout-Gefährdeten gehört. Dazu kommt noch der Vorteil, dass Sie sich nicht zu einem ‚ich-bin-ja-so-krank-Zombie‘ entwickeln. Als solcher werden Sie zumindest in den Augen der anderen Gäste mit Sicherheit zum Partyschreck.

Horst Grabosch möchte Ihnen eine sorgenfreie Weberfahrung bieten. Daher haben wir auf fast alle Möglichkeiten zur Erfassung Ihrer persönlichen Daten verzichtet.

Allerdings sind Cookies ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Websites. Daher nutzen auch wir Cookies. Wir setzen Ihre Einverständnis auch voraus, wenn Sie diese Nachricht ohne Klick auf den Einverständnis-Button schließen, indem Sie neben das Nachrichtenfenster klicken.

Einverstanden

Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Anzeigen

MENÜ