preloder
Close

Generationenkonflikte

Eltern und Kinder streiten oft. Das ist soweit ganz normal, weil es sich um ein Phänomen handelt, das auch außerhalb der Familie als Generationenkonflikt bekannt ist. Problematisch wird es, wenn ein solcher Konflikt eskaliert. Das passiert leider häufiger, als uns lieb ist.

Streitkultur gehört zum unabdingbaren Rüstzeug – in der Gesellschaft, in der Familie und auch am Arbeitsplatz. Ein trügerischer Friede ist selten hilfreich und als emotionale Zeitbombe bekannt. Zur Streitkultur gehört der Wille, die Sichtweise des Anderen verstehen zu wollen. Genau hier muss man bei einem Generationenkonflikt ansetzen.

Fakt ist, dass die Kinder oder Jugendlichen noch nie alt waren, die Alten aber schon einmal jung! Diese Tatsache schließt zwei Konsequenzen ein: Die Alten können und sollten die Sichtweise der Jungen verstehen, währen man dies von den Jungen im Umkehrschluss einfach nicht verlangen kann. Der Erfahrungsvorsprung der Alten ist daher auch eine Verpflichtung. Eine Verpflichtung zur Milde und eine Verpflichtung zur Erklärung.

Es macht überhaupt keinen Sinn, auf Standpunkten zu beharren, weil man sie selbst aus Erfahrung als absolut richtig erkannt hat. Diese Erfahrungsbegründung ist den Jungen nicht genug, und das mit Recht. Bei einfachen Sachverhalten sollte man sich die Zeit zur Erklärung nehmen, doch bei schwierigen Sachverhalten, bei denen die Alten selbst vielleicht Jahre bis zur Erkenntnis gebraucht haben, wird es wirklich schwierig.

Die ständige Kommunikation zwischen Jung und Alt ist dafür ein sehr geeignetes Präventionsmittel. Auf diesem Wege lernen beide Parteien intuitiv das Seelenleben des Anderen kennen, ohne ständig auf fundamentalen Endlösungen zu beharren. Dieser Verzicht auf abschließende En(d)scheidungen im Einzelfall kann Generationenkonflikte dramatisch entschärfen. Zudem führt es zu einem andauernden Burgfrieden, der auf Geduld basiert. Diese Geduld ist nötig, um strittige Punkte auch einmal ungelöst zu lassen.

In der Regel spüren die Jungen ziemlich schnell, dass ihre Haltung sich aufgrund der körperlichen und geistigen Entwicklung rasant ändert, und in der Regel führt das in einem harmonischen Umfeld auch zu ihrer Bereitschaft auf faule Kompromisse zu verzichten. Oft sind es aber gerade die Alten, die wider besseres Wissen auf Lösungen beharren. Bedauerlicherweise werden diese ‚Lösungen‘ häufig mit Macht erzwungen. Das ist eigentlich ein Desaster, weil es ein Gefühl von Ohnmacht bei den Jungen erzeugt, das geradezu ein Nährboden für seelische Schäden aller Art ist.

Man kann es auch als einen Verzicht auf Vorteilsnahme sehen, wenn die Alten sich geduldig abwartend verhalten. Da die Jungen intuitiv mit Liebe auf ihre Eltern schauen, und sich nichts anderes wünschen, als eine glückliche Familie, ist dieser Verzicht eine der wichtigsten Tugenden der älteren Generation. So können die Alten auch einen ihrer größten Nachteile kompensieren; denn sie waren zwar schon einmal jung, aber nicht in dieser Zeit. Und das ist ein Pfund mit dem die Jugend wuchern kann.

Horst Grabosch möchte Ihnen eine sorgenfreie Weberfahrung bieten. Daher haben wir auf fast alle Möglichkeiten zur Erfassung Ihrer persönlichen Daten verzichtet.

Allerdings sind Cookies ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Websites. Daher nutzen auch wir Cookies. Wir setzen Ihre Einverständnis auch voraus, wenn Sie diese Nachricht ohne Klick auf den Einverständnis-Button schließen, indem Sie neben das Nachrichtenfenster klicken.

Einverstanden

Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Anzeigen

MENÜ