Horst Grabosch - Geschwätz

Einen Ausgleich schaffen

von | Geschwätz

Mit ‚Ausgleich‘ verbinde ich zunächst einen sportliche Wettkampf. Die gegnerische Mannschaft ist in Führung gegangen, und nun versucht mein Team einen Ausgleich zu schaffen. Nun ist es das Ziel jedes Trainers, die Führung des Gegners erst gar nicht zuzulassen (Die NULL muss stehen!); denn die Erfahrung zeigt, dass ein Sieg durch die Führung des Gegners schon arg gefährdet ist.

Mit ‚Ausgleich‘ verbinde ich zunächst einen sportliche Wettkampf. Die gegnerische Mannschaft ist in Führung gegangen, und nun versucht mein Team einen Ausgleich zu schaffen. Nun ist es das Ziel jedes Trainers, die Führung des Gegners erst gar nicht zuzulassen (Die NULL muss stehen!); denn die Erfahrung zeigt, dass ein Sieg durch die Führung des Gegners schon arg gefährdet ist.

Wäre ich Ihr Lebenstrainer, würde ich das auch so sehen. Aber was bedeutet im Alltag, dass der Gegner in Führung gegangen ist? Genau wie im sportlichen Wettkampf bedeutet es, dass Sie zu einer Reaktion auf diesen Zustand GEZWUNGEN werden (solange Sie das Spiel nicht schon verloren gegeben haben, was ich nicht hoffe).

Nun ist Zwang das, was wir am wenigsten zum persönlichen Glück brauchen. Und dabei ist es gleichgültig, ob der Zwang von außen kommt, oder Sie ein Eigentor geschossen haben, also sich selbst aus irgendeinem Grund unter Druck setzen. Es sollte also nicht die Frage sein, wie Sie einen Ausgleich schaffen, sondern wie Sie in Führung gehen können.

Da gewisse Dinge im Leben nicht einfach von vornherein ausgeschlossen werden können, wie auch ein Gegentor nicht, kann es nicht so funktionieren, dass Sie einfach davon ausgehen, dass solche Zwänge nie auftreten. Natürlich treten Sie auf, zum Beispiel im Berufsleben. Das Entscheidene ist, dass Sie zu dieser Zeit in Führung liegen.

Nehmen wir zum Beispiel Ihre Fitness. Es ist wesentlich einfacher, beruflichem Stress zu widerstehen, wenn Sie bereits fit sind und Ihre Fitnesseinheiten (mental und/oder physisch) ein Bestandteil Ihrer Lebenskonzeption sind. Aus Erfahrung rate ich Menschen, die nicht alles mit dem Lineal unterstreichen, eine feste Zeitplanung ab, da es schnell zur Selbstkorruption kommen kann.

Das wäre also der Königsweg. Nun sind die Wenigsten von uns Könige, sondern Knappen. Das heißt, der Gegner ist bereits in Führung gegangen und Sie hängen wie ein Schluck Wasser in der Kurve in Ihrem Bürostuhl oder sonstwo. Nicht gut! Sie brauchen einen Schnitt zum Neuanfang! Das Ding muss umgedreht werden! Zuerst fit, dann die Belastung. Auch wenn es sich einfacher schreibt als realisieren lässt – ich weiß aus eigener schmerzlicher Erfahrung, dass es fast immer so sein muss. Ein anderer Weg überfordert die meisten Menschen und ist schon im Ansatz zum Scheitern verurteilt (ich darf von mir behaupten, dass ich ein sehr leistungsfähiger Mensch bin, aber es hat auch bei mir nicht funktioniert).

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