Seelenwaschanlage

Inhaltsverzeichnis des Buches „Seelenwaschanlage“, das unter dem Pseudonym „Ki Apfel“ und dem Titel „Bleib sauber und wehr dich nicht“ 2009 im Buchhandel erschien, aber vergriffen ist.

Vorwort

Dieses Buch handelt von Depressionen. Zur Jahreswende 2007/2008 hielt mich eine akute Depression fast 4 Monate in einer seelischen Gefangenheit. Das Schreiben von Briefen schien mir eine geeignete Therapie neben der Medikation zu sein. Zur Überhöhung der Texte schuf ich die doch sehr verwirrte Figur Ki Apfel.

Meine Intensivgruppe

Ich habe eine Frau und ein Kind in meiner Wohnung. Ein Junge, der für sein Alter schon ziemlich ausgeschlafen ist. Ich glaube, dass er ein Mensch gewordener Alien ist, weil er unentwegt am Computer mit Außerirdischen kommuniziert.

Alpine Wintersport-Therapie

Wir hatten einige schöne Wintertage in der Anstaltsregion und schon ging es eines Tages ab mit der Intensivgruppe zur Sport-Therapie, in ein Skigebiet. Natürlich eines in der Nähe und auch fluchtsicher in einem Hochtal gelegen. Vor der Zufahrt war sogar ein Schlagbaum, wo man Geld bezahlen musste.

Kritik am Anstaltsfernsehen

Ich höre jetzt fast gar keine Musik mehr, weil das Angebot hier sehr beschränkt ist. Ab und zu gibt es mal Konzerte für freie Bürger, aber das können sich Patienten nicht leisten. Manchmal gibt es auch Konzerte von Anstaltsgruppierungen, die das als Freizeitvergnügen ansehen.

Lehrer – Gipfel der Schöpfung

Meine Lieblingsveranstaltung ist die Jahreseinführung zum Klassenwechsel. Da treten dann die Lehrer auf. Wenn du aber glaubst, dass die da so richtig selbstbewusst den Larry raushängen lassen, wie man es von einem Lehrer ja erwartet, dann hast du dich getäuscht.

4-Schanzen-Tournee

Letztens gab es tolle Sendungen vom Wintersport. Ich weiß ja nie so genau, was auch im Realfernsehen gesendet wird, weil die das hier ganz geschickt mischen. Das ist doch klar. Wenn den Patienten die ganze Zeit bewusst ist, dass sie in der Anstalt leben, kann es schnell einen Aufstand geben.

Die aktuelle Gewaltdiskussion

Hier leben auch viele Ausländer in der Anstalt, Patienten und auch freie Bürger. Aber die sind alle ganz lieb. Manchmal sagt höchstens mal einer: „Hey, was guckst du?“, oder so was harmloses.

Bankenwesen für Dummies

Wir Patienten haben natürlich kaum Kontakt zum Bankpersonal, weil wir uns nur im Dunkeln mit unserer Plastikkarte in den Vorraum mit dem Automaten trauen. Manchmal aber, wenn der Automat mal wieder die Karte gefressen hat, müssen wir auch beim Bankpersonal antanzen, aber eben nicht freiwillig. Dann sind die meist böse und sagen, man sei ja selbst schuld. Stimmt ja auch, ich weiß das.

Patientenbund auf Reisen

Aber auch die Leiter vom Patientenbund dürfen tolle Reisen machen. Du hast bestimmt auch von den Reisen des Patientenbundes gehört, wo die in ferne Länder fahren, wo viele nackige Frauen rumlaufen und alles total Spaß macht. Das ist auch echt, denn natürlich gehören die alle zum Personal der Organisation. Patienten hätten viel zu viel Angst vor solchen weiten Reisen.

Nachdenker und Häuserplaner

Es war eine geheime Drohung an uns Patienten. Es sollte sagen: „Was auch immer ihr denkt, ich könnte auf der Stelle anfangen zu lesen und den Unterschied zwischen Euch und mir noch größer machen!“ Das hat mir mächtig Angst eingejagt.

Die Sache mit der Zeit

Da gibt es doch den berühmten Universumsnachdenker mit den strubbeligen Haaren und den lustigen Augen. Ich hab es ja nicht so mit Namen, du kennst das ja bei mir, ein Symptom meiner Krankheit. Deshalb bin ich ja auch in der Anstalt gelandet. Jedenfalls hat der herausgefunden, dass es gar keine Zeit gibt, oder so ähnlich. Der Wahnsinn, oder?

Ein böser Traum

Heute Nacht hatte ich einen seltsamen Traum. Normalerweise liebe ich die Träume, weil sie ein wenig Freiheit bedeuten. Stell dir vor, ich konnte schon oft fliegen im Traum. So ganz ohne Flugzeug, einfach so. Abheben, Purzelbäume schlagen und ewig in der Luft bleiben. Da staunen die Traumpassanten aber nicht schlecht, sag ich dir. Es war immer fantastisch. Flugträume hatte ich aber schon lange nicht mehr.

Internet im Anstaltsnetz

Wir bekommen allerdings nur Computer in niedrigen Preisklassen. Dafür müssen wir ungefähr zwei Wochen im Hamsterrad arbeiten. Mittlere Dienstgrade vom Personal brauchen einen Tag, leitende Personaler ungefähr eine Stunde. Manager von Hamsterradbetrieben vielleicht 5 Minuten. Manchmal auch weniger.

3 Arten von Glück

Du weißt ja, was Glück ist, oder? Es gibt mehrere Arten von Glück. Wenn du zum Beispiel 100 Millionen im Lotto gewinnst, ist das natürlich Glück, aber eine spezielle Art von Glück. Ich nenne es mal ‘Geldglück‘. Die Organisation versucht uns das natürlich mit Hilfe der Therapeuten auszureden. Die sagen, dass es unglücklich macht, soviel Geld zu haben.

Routine mit Sorgenbriefen

Kennst du Sorgenbriefe? Bei uns in der Anstalt gehören Sorgenbriefe zur Therapie. Wir bekommen regelmäßig welche. Die Organisation beobachtet dann sehr genau, wie wir darauf reagieren. Schlecht ist, wenn du ganz hysterisch sofort beim Absender anrufst und irgendwas vom wilden Pferd erzählst. Gut ist, wenn du ruhig bleibst.

Alkohol und Nebenwirkungen

Bei jedem Menschen ist das Gehirn von Geburt an verschieden. Ich kann das jetzt nicht so genau erklären, aber eigentlich ist es wie beim Computer. Es gibt Hardware, also das ganze Elektronikzeugs, das in China gemacht wird, und Software, die meistens in Amerika gemacht wird. Die macht ein Alien, der Gatter oder so ähnlich heißt.

Über Zeitschleifen

Die große Zeitschleife hat mit Jahren oder gar Jahrzehnten zu tun. Sie beginnt mit einer tollen Idee. Die Idee scheint zunächst brandneu, und zumindest von mir noch nie vorher gedacht zu sein. Wenn so eine Idee plötzlich im Gehirn auftaucht, habe ich ein Supergefühl.

Schwarze Löcher

Da gibt es nämlich noch diese unglaubliche Erfindung des Universums, dass die Zeit sich mit steigender Schwerkraft ausdehnt. Je größer die Schwerkraft, desto langsamer vergeht die Zeit, bis zum Stillstand. Nun könnte man denken: „Super so ein schwarzes Loch, da geh ich mal hin, lass mich einfangen und habe das ewige Leben. Je näher ich dem Zentrum komme, desto langsamer vergeht die Zeit, bis zum Stillstand.“

Vom Dschungelcamp

Jetzt sagt uns Patienten die Geheimbotschaft aus der Dschungelprüfung, dass es sich durchaus lohnen kann, wenn man sich blutig beißen lässt. Wir sollen dann denken, dass das jedem einmal passieren kann, auch berühmten freien Bürgern, die man ‘Stars‘ nennt. Aber bei uns bleiben die roten Zahlen auf dem Bankautomaten nach jeder Prüfung gleich rot.

Anstaltwetter

Wenn aber Anstaltwetter ist, fällt keinem Patienten etwas ein. Wenn er Glück hat, ruft ein Therapeut an und fragt, wie es der Intensivgruppe geht. Wie es dem Patienten geht, interessiert ihn an diesen Tagen auch nicht besonders. Der ist nämlich sauer, dass er gerade keinen Winterurlaub hat und erst in einem Monat den nächsten Urlaub gebucht hat.

Der Migrationskoch

Jetzt sagt ja Migrationskoch, man müsste auch differenzieren. Er meint wahrscheinlich zwischen Muslimausländern, Ostausländern, Westausländern, Südausländern, Reichausländern, Armausländern und so. Das wäre mir aber zu kompliziert. Stell dir vor, Europa wird irgendwann mal ein Land, dann kannst du wieder von vorne anfangen

POBITU als Schein-Unternehmer

Ein Pobitu ist ein Patient ohne Beschäftigung in therapeutischer Unternehmerfunktion. Das sind also in Wirklichkeit Patienten der Anstalt. Diese Patienten sind als schwer therapierbar eingestuft, weil Sie immer wieder eigene Geschäftsideen entwickeln. Geschäftsideen zu Geld zu machen ist aber Sache der freien Bürger, da haben die den Daumen drauf.

Farben und Wahlaussagen

Damit wir Patienten klarkommen, haben die anderen 4 unterschiedliche Farben. Schwarz, Rot, Gelb und Grün. Die konnte man immer prima nach seiner Lieblingsfarbe wählen, wenn sie dabei war. Es scheint aber so zu sein, dass viele Leute andere Lieblingsfarben haben, wie zum Beispiel blau. Die gehen natürlich nicht wählen. Wen denn auch?

Die Dankrede

Es ist bedauerlich, dass einige Patienten unsere Aussage nicht verstanden haben und daher falsch gewählt haben. Ich weiß jetzt nach der Wahl zwar nicht mehr genau, was die Aussage war, aber sie war gut. Vielleicht müssen wir bei der nächsten Wahl Aussagen vermeiden und mehr Geschenke an die Patienten verteilen. Ich denke da an Heizdecken und Topfsets.

Das Parlament

Es gibt auch Frauen im Parlament. Manche versuchen wie Männer auszusehen und schaffen es auch. Nur die Stimme ist höher, beim Reden. Der Chefabgeordnete hat eine Glocke, die er ab und zu mal läutet, wenn Tumult im Saal ist.

Buntschatten-Seher

Das Licht macht ja den Gegenstand, den es beleuchtet erst bunt. Ohne Licht keine Farben. Du hast bestimmt schon einmal bemerkt, dass es nachts keine Farben gibt, wenn es wirklich sehr dunkel ist. Also ist das Licht dafür zuständig, dass dein Pullover grün aussieht, nicht der Pullover selbst. Wenn also das Licht den Pullover grün gemacht hat, ist seine Aufgabe erfüll

Opernball im Himmel

Es gibt einen theoretischen Supergau bei der Auswahl des Kleides, nämlich dass eine andere Frau das gleiche Kleid bestellt hat. Ja, bestellt, denn niemals würde eine Opernballfrau ein Kleid anziehen, das sie bereits hat. Völlig undenkbar, außerhalb jeglichen weiblichen Opernballgastvorstellungsvermögens.

Karneval für Patienten

Ich bereite mich ja auch gerade intensiv auf eine Karnevalsparty vor. Normalerweise bedeutet Karneval, hier eher Fasching genannt, für Patienten lediglich eine Extraportion ,Bliersheimer Treppensturz‘. Aus therapeutischem Anlass bin ich aber heute auf eine echte Party eingeladen.

Party ohne Alkohol

Ich kann mich noch erinnern, dass Oma mehrfach erzählt hat, wie sie dich im Krankenhaus besucht hat und dir Blumen mitgebracht hat. Du hast dann gesagt: „Scheiß auf die Blumen, bring mir lieber ne Flasche Schnaps!“ Und das, obwohl du ja eigentlich gar keinen Tropfen Alkohol mehr trinken durftest.

Ärzte und Orden

Karnevalsorden sind ja jetzt im Vergleich dazu nicht so wichtig, aber die bekommen dieselben Leute. Das ist sozusagen die lustige Variante des ernsten Ordens. Erst 30 Jahre die Patienten in Schach halten, dann auch noch den lustigen Orden abkassieren – wider den tierischen Ernst.

Arztprotest

Ich dachte immer die Ärzte werden von der Organisation gut bezahlt. Kann man sich denn auf gar nichts mehr verlassen? Lustig finde ich ja den Hinweis, dass unsere Versichertenbeiträge in die Taschen der Aktionäre fließen. Ja wo sollen sie denn sonst hinfließen? Das wissen wir doch schon lange.

Kinderseelen auf Wanderung

Jetzt wirst du denken, dass ich doch nichts über Eisbären wissen kann, wo ich noch gar keinen in echt gesehen habe. Aber ich habe schon Eisbären im Zoo gesehen, da dürfen wir manchmal hin, in Begleitung. Ist ja auch sehr gut für die Therapie. Die sind ja auch eingesperrt. Ist dir schon mal aufgefallen, dass die Tiere im Käfig immer ganz nervös auf und ab gehen?

Washington, Antimaterie und Liebe

Vielleicht ersetzt die Seele die fehlende Antimaterie, weil das ja ausgeglichen werden muss. Das kennst du doch. Wenn irgendwo etwas fehlt, was da einfach hingehört, dann muss man zumindest etwas Ähnliches da hintun. Da passt doch Seele ganz prima, oder?

Eisberg und Gegenschlag

Eisberge sind ja nur zu einem ganz kleinen Teil sichtbar. Der größte Teil liegt unter der Wasseroberfläche. Du kennst ja den Ausdruck ‘Spitze des Eisbergs‘. Das ist wie bei den Versicherungen. Wenn man den Vertrag unterschreibt, hat man auch nur die Spitze des Eisbergs gesehen. Den Rest kriegt man dann später zu spüren. Meistens in Form von Nichts, wo man eigentlich Geld erwartet.

Die Jubiläumsrede

Ich male mir die Dinge ja immer schön aus, in der Fantasie. Vorfreude ist die schönste Freude! Deshalb habe ich schon mal selbst eine Rede verfasst. Du kennst das ja, wenn verzweifelte Kinder sich vorstellen, wie die Eltern an ihrem Grab fürchterlich heulen und alles bereuen. Das falsche Feuerwehrauto zum Geburtstag oder gerade die Barbiepuppe zu Weihnachten, die schon in der Spielzeugkiste liegt.

Nerven wie Drahtseile

Herrlicher Wintertag in den Dolomiten. Der Schnee liegt meterhoch und der Himmel ist tiefdunkelblau. Um meinen Hals baumelt ein ‘Alles-geht-Skipass‘ und die neue, sündhaft teure Sonnenbrille schützt meine Augen vor der grellen Sonne. Ich fühle mich überirdisch und lächle blöd vor mich hin.

Musik, Tanz und Ekstase

Ich fühle mich schon in Sicherheit, als plötzlich das Orchester verstummt. Der Körper des Dirigenten ist gespannt wie ein Flitzebogen und sein Taktstock vibriert zum Einsatz bereit in der Luft. Alle Musiker drehen sich zu mir um.

Was ist Gott?

Heute sollten wir mal über Gott reden. Im Zeichen der Gleichberechtigung der Frau schreibt man ja heutzutage Gott(in). Folglich müssen wir fortan einen Artikel vor Gott(in) weglassen. Das schaffen wir spielend. Natürlich ist das unserer Vorstellungskraft nicht förderlich. Der weise, alte Mann mit dem Bart geht jetzt nicht mehr.

Krankheit und ICH

Krankheit ist ein seltsames Phänomen. Du weißt ja sicher, dass so ein Körper nicht er selbst ist, oder? Eigentlich ist es nur ein Interessenverband von unglaublich vielen Einzelwesen.

Datenschutz für Bettnässer

Doof fand ich nur den Hausmeister. Den hab ich getroffen, als ich die Bettwäsche in die Waschküche getragen hab. Da grient der mich an und fragt: „Na, wieder alles vollgepisst, heute Nacht?“

Vermurkste Geschäftsgründung

Der hatte vor, einen Laden im Wohnzimmer seiner Anstaltsbude aufzumachen. Er hatte schon ein Schild entworfen für unten am Haus. Das sah echt klasse aus. ‘Der Hamsterfreundladen‘ stand in so ganz niedlicher Hamsterschrift drauf. Das wäre bestimmt ein Renner gewor

Die Vertriebsidee

Da kann man sich bewerben und die Creme bestellen. Dann lädt man sich bei fremden Menschen ein und ermuntert sie dazu noch 100 andere Gäste einzuladen. Am besten Frauen, weil Männer ja so wenig Creme benützen. Höchstens als Ersatz für Schmieröl, auf der Fahrradkette.

CD ohne Musik

Als sich jetzt der Käufer die CD anhören wollte, hat er festgestellt, dass gar keine Musik drauf war, sondern die ganzen Zahlen von der Bank, bei der der Skifahrer gearbeitet hatte. Zuerst fand der das blöd, aber dann hat er doch noch einen neuen Abnehmer gefunden, nämlich das Finanzamt.

Auswirkungen des Klimawandels

Manchmal können auch ehemalige Skigebiete im Tal zu Badeorten werden, wenn im Frühjahr das Hochwasser kommt. Aber das zieht kaum Touristen an.

Auswahl des Urlaubsortes

Manchmal krieg ich schon die Panik, wenn Sonntag ist und ich spazieren gehen will. Da hab ich mindestens 5 Varianten auf Lager und keine sticht raus. Ich sehe überall Berge, und wenn es regnet, regnet es auch auf allen 5 Strecken gleich.

Politiker in Talkshows

Und schon ist die Schlammschlacht im Gange. Manchmal sind Kandidaten von befeindeten Parteien versehentlich einer Meinung. Das sind ganz peinliche Sekunden.

Plötzliches Hochwasser

Die Handpatsche, um sich gegen ertrinkende Patienten zu wehren, die sich an die Bordwand klammern, ist in Bürgerbooten schon serienmäßig enthalten. Leuchtpistole, Schampus, Kaviar und Brot auch. Natürlich ist das Boot motorisiert und aufgetankt.

Vorteile des Elektrosmogs

Jedenfalls gibt es ja Menschen, die behaupten, dass die Strahlung gar nicht schlimm ist. Jetzt habe ich neulich auf dem Weg zum Einkaufen Radio gehört, ohne Radiogerät.

Steuereinnahmen durch Rauchzwang

Mein Opa hat früher, als er noch lebte, Pfeifen und Zigarren geraucht. „Bring mal Stumpen mit“, hat er zur Oma gesagt. Die brachte dann eine 5-er Schachtel mit so kurzen, dicken Dingern mit, die fürchterlich stanken, eben Stinkaderos oder kurz: Stumpen.

Bleierne Müdigkeit

Politiker haben an einem Tag 10 Veranstaltungen und halten dabei 15 Reden. Wie machen die das bloß? Aber wenn du glaubst, dass das alles ist, was die machen, hast du dich aber ganz schön getäuscht! Die sind nebenbei noch Rechtsanwalt und Aufsichtsratsvorsitzender bei 3-4 Firmen.

Naturgenuss auf Trümmerbergen

Jetzt wirst du dich wundern, weil hier doch ein Urlaubsgebiet ist und die Gegend als besonders schön empfunden wird. Ja, das ist ja das perfide, Pierre. Was hier passiert, ist in Wirklichkeit Katastrophentourismus! Die ganzen Alpen und sowieso die meisten Gebirge sind nur Trümmerhaufen von einem gigantischen Zusammenstoß von Erdplatten.

Kinder der Katastrophe

Da hatte ich doch mal so angedacht, dass die Menschen sich vielleicht insgeheim nach Katastrophen sehnen. Du wirst es nicht glauben, aber es ist tatsächlich so. Das habe ich durch schieres Nachdenken herausgefunden. Ich kann es aber nur anhand von Beispielen beweisen.

Ordnung im Chaos

Es war ja die Frage, warum wir als Kinder der Katastrophe und des Chaos trotzdem Ordnung brauchen. Ist ja eigentlich ganz klar. Das hat auch was mit Zeit zu tun. Wir erleben das Universum ja quasi in Zeitlupe, sonst wären wir kurz nach der Geburt schon wieder tot.

Verdrängte Angst

Beim Fliegen in Flugzeugen hatte ich eigentlich immer Angst. So richtige Scheißangst. Ich kann dir nicht sagen, warum, aber die Angst war einfach da.  Jetzt musste ich ja früher oft auf Bühnen auftreten, und da hatte ich auch Angst vor. Die Angst kann man wegsaufen, oberflächlich gesehen, aber das geht nicht auf Dauer.

Everybody’s Darling

Stell dir 10 beliebige Menschen aus deiner Bekanntschaft vor. Schließ aber die Verwandtschaft aus, weil es dadurch zu viel undurchsichtiges Emotionsgeschwurbel gäbe. Hast du die 10 Menschen vor Augen? Gut, dann stell dir mal vor, wie du sein müsstest, damit dich alle lieben.

Vertriebserfolg mit Toten

Bevor ich jedoch auf die technischen Details eingehe, würde ich zunächst gern wissen, wie es meinem Großvater geht. Wie war er aufgelegt? Hat er Euch einige kommunistische Parolen entgegen geschleudert, oder ist er mit sich im Reinen, im Himmel?

Tod oder Anstalt?

Hast du dich schon mit den anderen Verstorbenen über verschiedene Todesarten ausgetauscht? Ich wüsste ja zu gern, ob es da Kategorien gibt, die etwas mit der jeweiligen Lebenssituation im Angesicht des Sensemanns zu tun haben. Aber ich befürchte, der Tod ist genauso profan, wie das irdische Leben, oder irre ich mich?

Stoffhamster für die IKB

Jetzt weiß ich endlich, warum mein Freund die Kohle für seinen geplanten Hamsterfreundladen nicht bekommen hat. Ihr habt gar keine Kohle mehr! Alles verzockt, ihr Schlawiner.

Der Fall Golgatha

Zuerst wollte ich an Jesus direkt schreiben, hatte aber Angst vor den Konsequenzen. Wenn er geantwortet hätte, wäre ich hier in der Anstalt unten durch.

Osterkampf beim Discounter

Die letzten Milka-Hasen werden dir unter den Händen weggerissen. Nur Patienten schauen noch auf Preise. Alle anderen haben jegliche Kontrolle verloren.