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22. Februar 2017

Stoffhamster für die IKB

Liebe IKB,

jetzt weiß ich endlich, warum mein Freund die Kohle für seinen geplanten Hamsterfreundladen nicht bekommen hat. Ihr habt gar keine Kohle mehr! Alles verzockt, ihr Schlawiner.

Das hättet ihr doch auch gleich sagen können. Kann ja mal passieren. 9 Milliarden sind eben schnell verspielt, wenn es nicht die eigene Kohle ist, nicht wahr? Blöd ist nur, dass viele Pobitus und auch echte Unternehmer gerade etwas Stütze für ihre Unternehmungen gebrauchen könnten.

Habt ihr mal darüber nachgedacht, oder ist Nachdenken bei Euch verboten? Ich kann Euch ja gern mal dabei helfen. Bei einem durchschnittlichen Startbedarf von 10.000 Euros für einen ordentlichen Hamsterfreundladen mit lebenden Tieren, Käfigen, Trockenfutter, Heu, Streu, Lunchball, Holzhäuschen, Hamsterspielsachen, Krallenscheren und Schleckerstangen, könnten für das verzockte Geld genau 900.000 Läden eröffnet werden.

Jeder Hamsterfreund bräuchte nur noch um die Ecke zu gehen, um seine Hamsterutensilien einzukaufen. Das würde in der Folge auch weniger Verkehrsunfälle von Hamsterfreunden auf dem Weg zum Hamsterladen bedeuten.

Gut, nach 6 Monaten wäre die Kohle zwar auch weg, weil natürlich alle Läden Pleite gehen würden, aber immerhin hättet ihr 900.000 Versager für ein halbes Jahr von der Straße geholt.

Noch wichtiger wäre jedoch der Effekt für die Immobilienbranche. 900.000 vermietete Ladenlokale würden endlich wieder Geld in die Kassen der verarmten Immobilienmakler spülen.

Ganz zu schweigen von den Ladenbesitzern, die ja, wegen der Mietbindungsfrist im gewerblichen Bereich, die armen, ehemaligen Hamsterladenmieter mit ihren Mietforderungen bis ans Ende der Welt verfolgen könnten. Denkt doch nur, was das für einen Aufschwung in der Inkassoszene bedeutet hätte!

All das habt ihr gedankenlos verspielt. Aber wir Patienten helfen gern, wo wir können. Damit eure Vorstände weiter Ihre Gehälter ausgezahlt bekommen, haben wir in unserer Anstalt eine Initiative gestartet. Wir basteln Stoffhamster aus alten Kleidungsstücken von freien Bürgern. Wir selbst haben ja keine überflüssigen Kleidungsstücke.

Diese Stoffhamster verkaufen wir auf Basaren im Gemeindehaus der Kirchengemeinde. Die freien Bürger werden sich freuen, ihr altes Hemd in neuer Form wieder zu sehen und zahlen gern einen Euro dafür.

Wir haben nur etwas Respekt vor der gewaltigen Aufgabe. 9 Milliarden Stoffhamster sind eine Menge Holz, oder?

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